Über Stevia

Stevia rebaudiana ist eine krautartige, blattreiche Pflanze, die ursprünglich aus Paraguay und den angrenzenden Gebieten Brasiliens kommt. Schon seit Hunderten von Jahren verwenden die Einwohner in Südamerika Stevia als Heilpflanze und zum Süßen von Speisen und Getränken.

1887 entdeckte der Naturwissenschaftler Moisés Bertoni diese Pflanze. Damit begann die Verbreitung von Informationen über Stevia in der restlichen Welt.
Heute wird Stevia überwiegend in Paraguay, Brasilien, Japan und China angebaut.

Getrocknete Steviablätter sind 20- bis 30-mal so süß wie Zucker, das daraus gewonnene Extrakt Steviosid sogar bis zu 300-mal süßer. Somit entsprechen 10 g Steviosid ungefähr der Süßkraft von 3 kg Zucker, und das ohne Kalorien.

Die wichtigsten Bestandteile der Stevia-Pflanze sind neben dem Steviosid das Rebaudiosid A + C, das Dulcosid A, das Rebaudiosid B + D bis F sowie das Steviolbiosid.
Die Anteile der Einzel-Süßstoffe an der Steviosid-Gesamtmasse kann stark variieren, was einen sehr großen Einfluss auf die Qualität und den Geschmack haben kann. Rebaudiosid A hat den besten Geschmack und die höchste Süßkraft (ca. 300-fach im Verhältnis zu handelsüblichem Haushaltszucker), weshalb es in hochwertigen Produkten dann einen deutlich höheren Anteil als das Steviosid hat. Je mehr Rebaudiosid A enthalten ist, umso besser ist der Geschmack, umso reiner die Süße, umso höher die Qualität und auch der Preis.

Studien zeigen außerdem, dass Stevia noch weitere positive Eigenschaften aufweist. So soll Stevia beispielsweise keinen negativen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben, bei äußerlicher Verwendung die Wundheilung fördern, zur Unterstützung der Verdauung dienen, gegen Entzündungen in Mund und Hals wirken, gegen Zahnfleischbluten helfen sowie die Plaque- und Kariesbildung an den Zähnen hemmen.